25.01.-24.02.2018 Fotoausstellung Berenice Abbott

Haus Dacheröden Erfurt | Anger 37 | 99084 Erfurt

Tipp von Paul Franke:
Durch das Kultur:Haus Dacheröden zieht ein Hauch MoMA. Ab dem 25. Januar werden Fotografien von Berenice Abbott in den Räumen am Erfurter Anger gezeigt. Die großformatigen schwarz-weiß Bilder des New Yorker Straßenlebens machten die Künstlerin in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts berühmt.

Abbott hatte 1921 zunächst ein Studium der Bildhauerei in Paris aufgenommen. Nach einem kurzen Abstecher nach Berlin folgte sie einem Rat des Surrealisten Man Ray, dessen Assistentin sie bis 1925 war, und begann zu fotografieren. Mit Porträts berühmter Künstler und Schriftsteller wie James Joyce, Jean Cocteau, Marie Laurencin, Coco Chanel und Djuna Barnes wurde sie rasch bekannt. Mit finanzieller Unterstützung von Peggy Guggenheim eröffnete Abbott 1926 ihr eigenes Atelier in Paris.
In die USA kehrte sie 1929 zurück und war dort anfänglich als freie Bildreporterin tätig. Mit ihrer Dokumentation von New York City begann sie 1929 und veröffentlichte einige ihrer Arbeiten in den Bildbänden „Changing New York“ von 1939 und „Greenwich Village today and yesterday“ von 1949. Ihre Arbeiten stellen inzwischen eine historische Chronik vieler zerstörter Gebäude und verwandelter Gegenden der Stadt die niemals schläft dar.

Berenice Abbott: „Diese Auslese muß aus jenen Motiven getroffen werden, die den Photographen unmittelbar ansprechen und seine Phantasie so stark anregen, daß er einen Zwang fühlt, sie aufzunehmen. Jedes Bild ist verschwendet, von dessen Motiv und Absichten nicht jene zwingende und aufrührende Kraft ausgeht. Die Motive und Absichten sind natürlich bei keinem Photographen die gleichen, und darin liegt der wichtige Unterschied, der jede photographische Auffassung von der anderen trennt. Diese Auslese, die ein gutes Bild ergibt, entsteht aus dem Zusammenwirken eines geschulten Auges und eines schöpferischen Geistes.“

Mehr Informationen: www.herbstlese.de/…